Warum WALDerLEBEN

Der Wald ist für mich kein Ort, den man besucht – er ist ein Gegenüber. Hier finde ich Ruhe, Klarheit und Antworten, lange bevor Worte entstehen. Mit WALDerLEBEN möchte ich genau das weitergeben: den Wald nicht zu erklären, sondern ihn erlebbar zu machen – mit allen Sinnen, im eigenen Tempo und ohne Leistungsdruck.

Es berührt mich jedes Mal aufs Neue, Tiere in ihrer freien Umgebung zu erleben: Rehe, die zwischen den Bäumen verschwinden, Spuren im Boden, die von nächtlichen Wegen erzählen, Federn, Fraßspuren und Fährten, die ganze Geschichten in sich tragen. Der Sprache der Vögel zu lauschen, ihre Warnrufe und Kontaktlaute zu unterscheiden, öffnet einen Blick hinter das Sichtbare – der Wald beginnt zu sprechen, wenn wir lernen zuzuhören. In diesen Momenten entsteht das tiefe Gefühl, Teil des Ganzen zu sein, eingebunden in ein lebendiges Netzwerk aus Beziehungen.

In meiner Arbeit mit Kindern, Erwachsenen und Teams erlebe ich immer wieder, wie genau diese Erfahrungen ordnend, stärkend und verbindend wirken. Ob im freien Spiel, im gemeinsamen Entdecken, bei achtsamen Übungen oder in stiller Beobachtung – der Wald fördert Selbstvertrauen, Resilienz, soziale Kompetenz und ein natürliches Verständnis für ökologische Zusammenhänge. Entwicklung geschieht hier nicht durch Belehrung, sondern durch Erleben.

Ich arbeite bodenständig, achtsam und frei von Dogmen. Mir ist wichtig, sichere Räume zu schaffen, in denen Menschen sich ausprobieren, staunen, zur Ruhe kommen und wieder in Beziehung gehen können – zur Natur, zu anderen und zu sich selbst. WALDerLEBEN bedeutet für mich, langsamer zu werden, Spuren zu folgen, zuzuhören und mich immer wieder daran zu erinnern, dass wir nicht getrennt sind, sondern Teil dieses lebendigen Systems.

Der Wald sagt uns nicht, wie wir sein sollen.
Er erinnert uns daran, wer wir sind.